Drehmoment

Jedes Volumenprozent Wasser bedeutet ein Volumenprozent weniger Brennstoff pro Arbeitsspiel. Damit sinkt die zugeführte Brennstoffmasse analog, was zu entsprechendem Drehmoment-/ Leistungsverlust führt.

Bei Prüfstandsuntersuchungen mit der exomission-KWEgen1 an der FH Merseburg 2007 / 12/ zeigten sich jedoch bei geringen Wasseranteilen von 5 bis 10% sogar Erhöhungen des maximal erzielbaren Drehmoments von bis zu 3% bei den meisten Prüfdrehzahlen.

Bei höheren Wasseranteilen manifestierte sich zwar der Verlust an Drehmoment, dieser war jedoch regelmäßig deutlich geringer als es der Wasseranteil vermuten lässt. Dies scheint überwiegend aus dem veränderten Brennverlauf, dem höheren Zündverzug, dann einer jedoch rascheren und vollständigeren Brennstoffumsetzung zu resultieren. Der bei höheren Wasseranteilen jedoch immer vorhandene Drehmomentverlust kann in der Praxis im Teillastbereich durch eine Erhöhung der Solldrehmomentanforderung (Alpha) problemlos ausgeglichen werden. Im oberen Teillastbereich und bei Volllast verringert sich die maximal erzielbare Motorleistung maximal um den Volumenanteil des dosierten Wassers.

Abweichungen des max. Drehmoments in Prozent bezogen auf 0% Wasseranteil

Vergleichende Untersuchung der Wirkung von Wasserzumischungen in einem

Industrie-Dieselmotor / Deutz F2M 1011 / FH Merseburg, Prof. Dr. Krause, 2007 /12/

 

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