FAQ

Wie funktioniert der Austauschservice der Mischbettfilterpatrone?
Welche Kosten fallen an?

Die Entsalzung / Entmineralisierung des Frischwassers wird durch eine Mischbettfilterpatrone alleine oder bei höheren Wasserverbräuchen zusätzlich durch eine vorgeschaltete Umkehrosmose gewährleistet. Während die Umkehrosmose quasi wartungsfrei ist, muss die Kunstharzfüllung des Mischbettfilters nach einer bestimmten durchflossenen Wassermenge in Abhängigkeit des angelieferten Härtegrades des Wassers regeneriert werden. Die komplette Wasseraufbereitung wird spezifisch so ausgelegt, dass die Standzeit der Patrone des Mischbettfilters bei einer Wasserhärte von 10° etwa 1 Jahr beträgt. Bei höheren Wasserhärten verkürzt sich die Standzeit, bei niedrigeren Wasserhärten verlängert sich die Standzeit. Der Zustand der Patrone wird optional über ein Leitfähigkeitsmessgerät permanent überwacht und angezeigt.

Die (Umkehr-Osmose und die) Mischbettfilter-Patrone an sich sowie die Erstbefüllung sind im KWEgen3-Lieferumfang enthalten. Die Neubefüllung / Regeneration der Patrone wird im Austauschverfahren durchgeführt. Hierzu genügt eine Information an den Lieferanten. Innerhalb von 2 bis 3 Tagen wird innerhalb Deutschlands eine neue Patrone direkt ans Schiff angeliefert und die alte Patrone abgeholt. Die Kosten für die Austauschpatrone belaufen sich je nach Größe auf derzeit zwischen 125 und 200 EUR. Für den Abhol- und Bringservice berechnet der Lieferant eine Pauschale von derzeit 18 EUR. Der Anlieferer leistet für die Servicepauschale auch das Ab- und Anschließen der Patrone im Motorraum.

Wie hoch ist der Frischwasserbedarf? 

Der Frischwasserbedarf orientiert sich an dem jeweiligen Kraftstoffverbrauch und der Motorlast. Je höher die Motorlast, desto höher ist der Wasserbedarf im Verhältnis zum Kraftstoffverbrauch. Durchschnittlich kann man grob von 5 bis 20% Wasser vom volumetrischen Kraftstoffverbrauch ausgehen. Beispiel: Bei einem jährlichen Dieselverbrauch von 150.000 ltr. wären jährlich 7.500 bis 30.000 ltr. Frischwasser erforderlich. Bei 220 Arbeitstagen etwa 35 bis 140 ltr. Frischwasserverbrauch pro Arbeitstag. Ist kein Frischwasser verfügbar, schaltet sich die KWEgen3-Anlage automatisch ab.

Welche Motoren sind mit KWEgen3 ausstattbar?

Prinzipiell sind alle Motoren die nach dem dieselmotorischen Prinzip mit flüssigen Kraftstoffen arbeiten mit der KWEgen3 ausstattbar. Eine Ausnahme bilden derzeit Motoren die mit einem Common Rail-Einspritzsystem ausgerüstet sind. Hier ist noch Entwicklungsbedarf vorhanden.

Bei Motoren die auf Grund ihres spezifischen Anwendungsfalls hoch dynamisch betrieben werden, bei denen also Lasten und Drehzahlen häufig und schnell geändert werden, lassen sich zwar ebenfalls gute, jedoch keine optimalen Ergebnisse erzielen. Dies liegt im Wesentlichen darin, dass der jeweils optimale Wasseranteil in Abhängigkeit von Last und Drehzahl des Motors differiert. Die Einstellung des optimalen Wasseranteils benötigt jedoch auf Grund von und in Abhängigkeit der Totvolumina eine bestimmte Zeit. Bei rasch und häufig sich ändernden Drehzahlen/Lasten stellt sich der optimale/vordefinierte Wassergehalt erst mit einer Zeitverzögerung ein. Dies kann zur Folge haben, dass vom Optimum abweichend entweder zu viel oder zu wenig Wasser dosiert wird.

Damit ist die KWE für eine Anwendung bei hoch dynamisch betriebenen Pkw, Nutzfahrzeugen oder Baumaschinen eher weniger geeignet.

Sehr gut geeignet sind hingegen stationär betriebene Motoren, Antriebs- und Hilfsmotoren in der Binnen- und Seeschifffahrt als auch bei dieselmotorisch betriebenen Schienenfahrzeugen. 

 

Kann die Verringerung der max. Leistung / des max. Drehmoments eliminiert werden?

Zum Ausgleich des Leistungsverlustes können in Grenzen die Einspritzdauern verlängert und die Einspritzzeitpunkte in Richtung früh angepasst werden. Mit der Verlängerung der Einspritzdauer kann die ursprüngliche Brennstoffmasse pro Arbeitsspiel wieder erreicht werden. Mit der Vorverlegung des Einspritzzeitpunktes kann sowohl der bei Emulsion vorhandene längere Zündverzug teilkompensiert sowie der Schwerpunkt der Verbrennung als auch das Brennende nach vorne in den thermodynamisch günstigeren Bereich verlagert werden. Über konstruktive Änderungen am Einspritzsystem lässt sich der Leistungsverlust ebenso kompensieren. Darüber hinaus gibt es weitere Möglichkeiten.

 

Wie verhält sich die KWEgen3 bzgl. der Partikelgrößenverteilung / den Partikelanzahlen?

In der Literatur findet man verschiedene Veröffentlichungen worin von deutlichen Erhöhungen der Partikelanzahlen mit Emulsionstechnologien berichtet wird. Nach umfangreichen eigenen Untersuchungen der Partikelanzahlen und Partikelgrößenverteilungen mit der KWEgen3 auf einem Motorprüfstand des TÜV Nord in Essen sind folgende Feststellungen möglich:

 

Mit der exomission KWEgen3 lassen sich in Abhängigkeit des Wassergehalts die Partikelanzahlen (CPC) gegenüber dem Dieselbetrieb mit zunehmendem Wassergehalt drastisch verringern (bei 40% Wasserkennlinie um mehr als 90%!).

 

Die Partikelgrößenverteilungen zeigen mit der exomission KWEgen3 gegenüber dem Dieselbetrieb an keiner Stelle eine Verschiebung hin zu kleineren Partikeln, sondern vielmehr ebenso eine drastische Verringerung aller Partikelgrößen mit zunehmendem Wassergehalt (bei 40% Wasserkennlinie um mehr als 90%).

 

Benchmarkuntersuchungen mit sogenannten vorgemischten mit Emulgatoren stabilisierten Mikroemulsionen sowie mit nicht aufbereiteten (nicht entsalzten / nicht entmineralisierten) Leitungswasser zeigten jedoch diese extremen Erhöhungen der Partikelanzahlen im gesundheitlich besonders bedenklichen Bereich von unter 30 nm. Diese extremen Peaks konnten ebenfalls bei der Partikelgrößenverteilung festgestellt werden.

Bei einer erneuten Analyse der Literatur zeigte sich, dass die dort durchgeführten Untersuchungen mit Emulsionen entweder mit Emulgatoren (i.d.R. Tenside) oder nicht aufbereiteten Wasser durchgeführt wurden. Insofern wurden unsere eigenen Untersuchungen vollständig bestätigt.

 

Von der Verwendung von Leitungswasser als auch von nicht vollständig verbrennenden Emulgatoren ist deshalb in Verbindung mit Wassereinbringung aus gesundheitlichen Gründen dringend abzuraten

 

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