Hintergrundinformationen

 

Im Zuge der weltweit stetig voranschreitenden Industrialisierung sowie dem damit verbundenen Anstieg der aus Verbrennungsprozessen entstehenden Emissionen ist es aus Gesundheits- und Klimaschutzgründen notwendig, die vorgeschriebenen Grenzwerte fortlaufend zu verschärfen. Infolge dessen werden große Anstrengungen unternommen, die Emission von Abgasschadstoffen weiter zu reduzieren.

Schadstoffe aus der motorischen Verbrennung können sowohl durch geeignete Maßnahmen bereits innermotorisch an der Entstehung gehindert oder außermotorisch durch die Nachbehandlung der Abgase in Katalysatoren oder Filtern im Abgasstrang minimiert werden.

Die umfangreiche Gruppe der verschiedensten Kohlenwasserstoffe (u.a. auch Formaldehyd)  sowie Kohlenmonoxid können bei ausreichend Restsauerstoff im Abgas mittels Oxidationskatalysatoren zu unschädlichen Gasen aufoxidiert werden. Je nach verwendeten Brennstoff und Brennverfahren kommen unterschiedlichste Katalysatoren und Beschichtungen zum Einsatz.

Ruß aus der dieselmotorischen Verbrennung sowie nicht brennbare Bestandteile des Abgases wie Asche, Abriebe etc. können durch entsprechende Medien aus dem Abgas herausgefiltert werden. Der so im Partikelfilter „zwischengelagerte“, brennbare Hauptbestandteil der Partikelmasse Ruß kann chemisch mit Hilfe des CRT-Effektes durch Stickstoffdioxid passiv kontinuierlich oxidiert oder durch Zugabe von Additiven bzw. durch eine aktive Regenerationshilfe thermisch mit Sauerstoff ab einer bestimmten Abgastemperatur verbrannt werden.

Exomission hat zusätzlich noch eine weitere Technologie zur Rußminderung im Programm: Die patentierte Kraftstoff-Wasser-Emulsion (KWE). Hiermit lassen sich bei Einsatz von flüssigen Brennstoffen wie Diesel oder Pflanzenölen Rußreduktionen von bis zu 90% realisieren. Hierbei wird die Rußentstehung bereits im Motor verhindert – und dies ohne Erhöhung des Kraftstoffverbrauchs und nahezu wartungsfrei.

Stickoxide oder Stickstoff-Sauerstoffverbindungen, insbesondere NO und NO2, können nicht durch einfache Oxidation in unschädliche Stoffe umgewandelt werden, sondern nur durch Abgabe des Sauerstoffs wieder in den gewünschten elementaren Stickstoff rückversetzt werden.

Ottomotoren können pendelnd um das stöchiometrische Kraftstoff-Luft-Gemisch (Lambda=1) betrieben werden, so dass schnell wechselnd Sauerstoffüberschuß (mager) für die Oxidation von CO und HC einerseits sowie andererseits mit Luftmangel (fett) für die Reduktion der Stickoxide eingestellt werden kann. Man spricht hier von lambda-geregelten Systemen. Bei einem im Abgasstrang angeordneten Katalysatorsystem spricht man von einem Dreiwegekatalysator, da die drei Hauptschadstoffgruppen CO, HC und NOx verringert werden.

Abgase von Motoren, die nach dem dieselmotorischen Prinzip arbeiten, haben jedoch systembedingt immer einen hohen Sauerstoffüberschuss, so dass das oben beschriebene Prinzip des Dreiwegekatalysators zur Reduktion der Stickoxide hier keine Anwendung finden kann.

Begrenzte Wirkung und damit auch Anwendung findet bei Dieselmotoren der NOx-Speicher-Kat. Hier werden Stickoxide in einem speziellen Katalysator zwischengespeichert und in kurzen Abständen durch kurzzeitige Fettphasen verringert. Wirkung und Dauerhaltbarkeit sind jedoch begrenzt, der Kraftstoffmehrverbrauch ist nicht unerheblich.

Seit Jahrzehnten in der industriellen Anwendung und seit einigen Jahren auch in der mobilen Anwendung erfolgreich ist die Stickoxidminderung durch die selektive katalytische Reduktion (SCR).

 Mehr Informationen finden Sie hier.

Stickoxide lassen sich im Bereich von bis zu 45% auch hervorragend mit der Kraftstoff-Wasser-Emulsion (KWE) reduzieren, indem die Verbrennungstemperatur im Brennraum abgesenkt wird. Darüber hinaus ist die KWE die einzige Technologie, mit der parallel Ruß als auch Stickoxide stark verringert werden können.

Nur in wenigen Anwendungsfällen ist der Einsatz nur einer Technologie ausreichend, um die gesetzlichen Anforderungen zu erreichen. Oftmals ist die Kombination verschiedener Techniken erforderlich. Alle vorgenannten Exomission-Technologien lassen sich nach entsprechender Auslegung kombinieren.  

So lässt sich beispielsweise mit der Kombination von SCR und der Emulsionstechnologie der Verbrauch von AdBlue® halbieren – ein gewaltiger Kosteneinspareffekt!

Je nach den Gegebenheiten erstellen wir Ihnen gerne eine auf ihre individuellen Wünsche zugeschnittene Systemauslegung.

 

Wir freuen uns über Ihre Anfrage

 
                          

 

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